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Wo installieren? Ertrag? Welche Technologien?

Zur Erwirtschaftung einen guten Ertrages sollte die vorgesehene Fläche

  • gut der Sonne exponiert sein: Beste Erträge bei Ausrichtung gegen Süden, Ertragseinbuβen von ca. 5% bei einer Orientierung Süd-West oder Süd-Ost. Eine Ausrichtung gegen Osten oder Westen ist auch möglich, doch der Ertrag wird dann um 15-20% niedriger sein. Die Neigung der Module beeinfluβt auch den Ertrag: Die gröβte Einstrahlung erfolgt, wenn die Sonnenstrahlen senkrecht auf das Modul fallen. Für eine Ganzjahreslösung ist in Luxemburg eine Neigung von ca. 30 Grad optimal

  • nicht durch Bäume, Häuser, Kamine, Hochspannungsmaste o. ä. verschattet sein. Durch den unterschiedlichen hohen Sonnenstand verlängert oder verkürzt sich der Schattenwurf. Diese Schattenbereiche sind am Besten zu vermeiden.

(Zur Planungsunterstützung wird eine Simulation der Anlage die beste Lösung aufzeigen).

Die Photovoltaik-Anlage kann errichtet werden auf

  • Ein- oder Mehr-Familienhäusern und angebauten Garagen bzw. Car-Ports

  • Dächer von Bürogebäuden, industrielle, öffentliche und landwirtschaftliche Gebäude oder auf Einkaufszentren

  • auf einer freien Fläche am Boden (Achtung: Kein staatlicher Zuschuβ)

Die Photovoltaikmodule können

  •  auf dem Dach "dach-parallel" installiert werden (gängiste Ausführung). Ein Abstand zwischen Modul und Dach ist je nach Modultyp für eine natürliche Hinterlüftung erforderlich (Ertrag abhängig von der Temperatur). Die Module sind mit festem Rahmen erhältlich, welche Auflageschienen zur Befestigung auf dem Dach benötigen oder in flexiblen Streifen, die direkt auf das Dach geklebt werden können

  • in das Dach integriert werden: Öfters bei Neubauten oder bei Dach-renovierungen, wobei neben Isolierung auch zusätzlich von den Vorteilen einer Stromerzeugung profitiert werden kann

  • auf oder in einer Fassade installiert werden, jedoch mit Ertragseinbuβen von 30% bis 50%, abhängig von der Modulausrichtung

  • auf Flachdächer oder Dächer mit geringer Neigung zur optimalen Ausrichtung und Modul-Neigung aufgeständert werden

  • der Sonne auf ein-oder zweiachsigen Vorrichtungen nachgeführt werden, sogenannte "Tracker". Hier wird der bestmögliche Ertrag erziehlt (+30%), jedoch benötigen diese Vorrichtungen eine regelmäβige Wartung.

Der Anlagenertrag hängt von mehrere Faktoren ab: Geografische Lage, Ausrichtung und Neigung, Verhalten der Module bei schwacher Sonneneinstrahlung, Betriebs- und Umgebungstemperatur, zeitliche Degradation, Verschattung, Verkablung sowie Wirkungsgrad der Wechselrichter.

Aber hauptsächlich sind es die Wolken, die als Filter agieren und die direkte Sonnenbestrahlung der Anlage beeinflussen:

      

fast wolkenloser Himmel              teilweise bewölkt               stark bewölkt  

Direkte Einstrahlung: 80-100%           30-80%                                      0-30%

Die Anlage funktionniert auch noch bei indirekter Sonneneinstrahlung (durch diffuses und reflektiertes Licht), jedoch ohne nennenswerten Ertrag!

Modultechnologien

Laut Zellen-Herstellungsprozeβ wird die Technologie unterschieden zwischen

  • monokristallin: Modulertrag 14-16%; uniform optische Oberfläche; wenig Dachfläche benötigt; Abstand zum Dach zwecks natürlicher Hinterbelüftung erforderlich (Ertragseinbuβen bei höheren Auβentemperaturen im Sommer); Herstellungsverfahren sehr energieaufwendig

                 Ideal für kleine Dachflächen, hohe Modulpreise

  • polykristallin: Ertrag 12-14%, charakteristisches blau glitzerndes Aussehen, das Eiskristallen ähnelt; grössere Dachfläche sowie genügender Abstand zum Dach zwecks Hinterlüftung erforderlich; energiesparende Herstellung

Mittlere Modulpreise

  • amorph (Dünnschicht): Geringster Ertrag 8-10%; im Vergleich zu kristallinen Modulen viel Dachfläche benötigt jedoch weniger anfällig gegen Verschattung, Wind und Temperatureinfluβ; bessere Ausnutzung von indirektem Licht; Module können direkt auf das Dach befestigt oder sogar aufgeklebt werden; durch geringen Materialeinsatz ist die Produktion um ein vielfaches günstiger

        Ideal bei groβen Dachflächen mit ungünstiger Ausrichtung und Neigung

  • hybrid (Kombination der Vorteile von monokristalline und amorphe Technik): Höchster Ertrag bis zu 18%; am wenigsten Dachfläche benötigt und nicht so anfällig gegen Auβentemperatur

Ideal bei maximaler Leistung auf beschränkter Dachflächen mit guter Ausrichtung und Neigung; sehr hohe Modulpreise

Die gängigsten Module auf dem Markt (95%) werden aus kristallinem und amorphen Silizim hergestellt; daneben gibt es mittlerweile weitere kommerzielle Dünnschicht-Technologien aufbauend auf Kupfer-Indium-Galium-Diselenid (CIGS), Kupfer-Indium-Disulfid (CIS) und Cadmium Tellurid (CdTe). Galium Arsenid ist trotz höchsten Wirkungsgraden auf Grund hoher Herstellungskosten zur Zeit nur auf die Raumfahrt beschränkt.

Weiterhin gibt es auch lichtdurchlässige Module, die ideal Stromerzeugung mit Sonnenschutz kombinieren:

  Quelle: PVT Austria

Achtung

  1. Eine Investition in eine Photovoltaikanlage wird für eine lange Ertragsperiode getätigt. Die vorgesehene Dachfläche sollte in einem guten Zustand sein; nicht nur um das Gewicht der Anlage zu tragen, sondern um zusätzliche Ab- und Aufbaukosten zu vermeiden falls später eine Dachsanierung fällig wird. Desweitern wird bei der Installation aus Sicherheitsgründen für das Montagepersonal ein Sicherheitsgerüst benötigt, für das zusätzliche Kosten veranschlagt werden. Diese können in Kombination mit anderen Gebäudearbeiten, die ein Sicherheitsgerüst erfordern (Neubau, neue Fassade, Kombination mit Solarthermie,...) reduziert werden.

  2. Es sollte schon bei der Planung sichergestellt werden, daβ Bäume oder angrenzende Flächen für spätere Bau-Objekte keine Schatten in der Zukunft auf die Anlage werfen können. Besser dies im Voraus mit dem Nachbar oder den zuständigen Behörden abklären.

 

Die Besichtigung eines Vertreters von Reiter&Grethen und ein kostenloses Angebot können Ihnen weitere Auskünfte für die beste -Ihrer Situation angepassten- Anlage geben.